Service als Innovationsmotor im Unternehmen – warum erfolgreiche CRM-Projekte dort beginnen
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Biographie
Bert Enzinger ist Gründer und Geschäftsführer der ehemaligen Unidienst GmbH, die seit 2020 als audius GmbH in Freilassing zur audius Gruppe gehört.
Sein umfassendes Know-how im Bereich CRM und ERP (bereits seit 2002 mit Fokus auf Microsoft Dynamics 365 Customer Engagement) sorgt mittels Unternehmens- und Prozessberatung für die optimale Software-Lösung bei Kunden.
Der unterschätzte Wissensschatz im Kundenservice
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Ein Servicetechniker steht vor einer stillstehenden Produktionsmaschine. Die Fertigung stoppt, jede Minute verursacht Kosten. Für den Kunden zählt in diesem Moment vor allem eines: Die Maschine muss schnell wieder laufen.
Für den Hersteller der Produktionsmaschine kann genau dieser Einsatz zu einem wertvollen Realitäts-Check werden. Denn hier entsteht ein Wissen, das sich in Marktanalysen oder Innovationsworkshops nur bedingt abbilden lässt: wie ein Produkt tatsächlich genutzt wird, wo es im Alltag an Grenzen stößt und welche Erwartungen Kunden an zukünftige Lösungen haben.
Trotzdem bleibt eine der wertvollsten Informationsquellen in vielen Unternehmen weitgehend ungenutzt: die Erfahrungen der Mitarbeitenden im Customer Service und im Field Service. Dabei sind sie oft die Ersten, die im Gespräch mit Kunden Veränderungen wahrnehmen und neue Trends erkennen - früher als jede Auswertung oder Kennzahl.
Die Herausforderung besteht darin, diese Erkenntnisse systematisch zu erschließen. Wem das gelingt, gewinnt ein tieferes Verständnis für Kundenbedürfnisse und erhält zugleich neue Impulse für Innovationen.
Kundenorientierung als Grundlage erfolgreicher Innovationen
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Lange Zeit entstanden Innovationen vor allem innerhalb der Unternehmen selbst. Forschung und Entwicklung arbeiteten an neuen Produkten, die anschließend auf den Markt gebracht wurden. Heute richten erfolgreiche Unternehmen ihre Innovationen zunehmend an konkreten Kundenbedürfnissen und realen Marktanforderungen aus. Aus Push-Innovationen werden Pull-Innovationen.
Unternehmen, die Veränderungen frühzeitig erkennen und ihre Lösungen konsequent an den Anforderungen ihrer Zielgruppen ausrichten, können Produkte gezielter weiterentwickeln, neue Services schaffen und Marktchancen schneller nutzen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wo entstehen diese Erkenntnisse und wie gelangen sie ins Unternehmen?
Customer Service und Field Service als Stimme des Kunden
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Während Vertrieb und Marketing häufig auf potenzielle Kunden blicken, beschäftigen sich Customer Service und Field Service mit denjenigen, die Produkte bereits täglich nutzen und aus der Praxis kennen.
Den unmittelbarsten Zugang zu diesen Erfahrungen hat der technische Außendienst. Servicetechniker hören direkt vom Kunden, welche Probleme im laufenden Betrieb auftreten, unter welchen Bedingungen sie entstehen und welche Verbesserungen aus Anwendersicht sinnvoll wären.
Damit werden sie im eigenen Unternehmen zu wichtigen Sprachrohren des Kunden. Sie beheben nicht nur technische Störungen, sondern geben Rückmeldungen weiter, die für die Weiterentwicklung von Produkten, Prozessen und Services relevant sind.
Das Problem: Wertvolle Kundeninformationen bleiben ungenutzt
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Die meisten Unternehmen verfügen heute über mehr Informationen als je zuvor. Serviceberichte, Reklamationen, Wartungsprotokolle, Kundenanfragen oder technische Dokumentationen fallen täglich in großer Zahl an. Dennoch bleibt ein großer Teil dieser Erfahrungen auf einzelne Abteilungen oder Mitarbeitende beschränkt.
Der Grund liegt selten in fehlenden Daten. Viel häufiger sind Informationen über verschiedene Systeme, Dokumente und Abteilungen verteilt. Servicetechniker dokumentieren ihre Einsätze, der Customer Service erfasst Kundenanliegen und die Produktentwicklung arbeitet mit eigenen Auswertungen. Jede Abteilung verfügt über einen Ausschnitt der Realität. Was oftmals fehlt, ist das Gesamtbild.
Gerade im technischen Service entstehen viele dieser Hinweise direkt beim Kunden. Werden sie jedoch nur dokumentiert, aber nicht systematisch ausgewertet, bleiben wichtige Impulse für Produktmanagement, Produktentwicklung und strategische Entscheidungen ungenutzt. Wiederkehrende Fehlerbilder, ähnliche Defekte oder häufige Verbesserungsvorschläge werden oft erst sichtbar, wenn Informationen zentral zusammengeführt werden.
Praxisbeispiel: Wie Field Service Produktverbesserungen anstößt
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Wie aus einem Serviceeinsatz wertvolles Wissen für die Weiterentwicklung von Produkten und Services entsteht, zeigt folgendes Beispiel:
Bei einem Produktionsunternehmen ist eine Lüftungsanlage ausgefallen. Lässt sich die Ursache des Defekts nicht aus der Ferne klären, fährt ein Servicetechniker des Herstellers zum Kunden. Vor Ort analysiert er die Ursache, bewertet den Zustand der Anlage und versucht, den Betrieb möglichst schnell wiederherzustellen.
Falls erforderlich, werden unmittelbar verfügbare Ersatzteile verwendet oder benötigte Teile bestellt. Nach deren Bereitstellung können sie bei einem weiteren Einsatz eingebaut werden. Checklisten sichern anschließend ab, dass die Reparatur erfolgreich durchgeführt wurde und die Anlage wieder ordnungsgemäß funktioniert.
Aus Sicht des Produktionsunternehmens ist der Fall damit gelöst. Für den Hersteller beginnt nun der Teil, der über die reine Störungsbeseitigung hinausgeht.
Der Techniker dokumentiert Fehlerursachen, technische Beobachtungen, Rahmenbedingungen sowie Hinweise und Verbesserungsvorschläge des Kunden. Diese Informationen werden mobil erfasst und im CRM-System gespeichert. Dort stehen sie nicht nur dem Service-Team zur Verfügung, sondern können auch von Produktmanagement und Produktentwicklung ausgewertet werden.
Damit wird der Serviceeinsatz mehr als ein Reparaturvorgang. Aus den dokumentierten Beobachtungen lässt sich ableiten, welche Fehlerbilder häufiger auftreten, welche Komponenten besonders beansprucht werden und welche Anforderungen Kunden im täglichen Einsatz an die Produkte stellen.
So fließen Nutzungsverhalten, technische Beobachtungen und Anregungen der Kunden direkt in den Innovationsprozess ein. Der Kunde wird damit indirekt Teil des Innovationsprozesses – nicht über eine klassische Befragung, sondern über seine konkreten Erfahrungen aus der täglichen Nutzung.

CRM-System als Enabler für Kundenorientierung und Innovation
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Solche Informationen sind für Unternehmen von hohem Wert. Entscheidend ist, sie bereichsübergreifend verfügbar und auswertbar zu machen. Dafür braucht es eine zentrale Plattform, auf der Informationen aus Kundenkontakten, Serviceeinsätzen und Geschäftsprozessen zusammenlaufen. Erst dadurch entsteht ein vollständiges Bild über Kundenanforderungen, Produktnutzung und Verbesserungspotenziale.
Viele Unternehmen verbinden Customer Relationship Management vor allem mit Vertrieb und Kundenmanagement. Tatsächlich schafft ein CRM eine gemeinsame Informationsbasis für alle Bereiche mit Kundenkontakt – vom Vertrieb über den Kundenservice bis hin zum technischen Außendienst.
So werden Zusammenhänge sichtbar, die zuvor in einzelnen Serviceberichten, Dokumentationen oder Abteilungen verborgen geblieben wären. CRM wird damit zum Bindeglied zwischen Kundenkontakt, Service Management und Innovation.
Von der Idee zur Umsetzung – die Rolle von audius
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Damit dieser Ansatz im Tagesgeschäft funktioniert, müssen Prozesse, Rollen und Systeme nahtlos zusammenspielen.
audius begleitet Unternehmen dabei, Serviceprozesse fachlich zu durchdenken, digital abzubilden und Schritt für Schritt in die Praxis zu bringen. Dabei geht es nicht nur um die Einführung einer technologischen Plattform, sondern darum, aus Kundenanfragen, Serviceeinsätze, mobile Datenerfassung und Auswertungen einen praxistauglichen Gesamtprozess zu machen.
Die technologische Basis bildet Microsoft Dynamics 365. Darauf aufbauend lassen sich Customer Service und Field Service so miteinander verbinden, dass Informationen dort erfasst werden, wo sie entstehen – und anschließend für die relevanten Unternehmensbereiche verfügbar sind.
Im beschriebenen Praxisbeispiel kommt hierfür unter anderem audius:Incident zum Einsatz. Die Lösung sorgt für eine durchgängige Bearbeitung von Serviceanfragen – von der Einsatzplanung über die Disposition bis hin zur Materialbereitstellung und Abrechnung.
Für den technischen Außendienst spielt die Datenerfassung vor Ort beim Kunden eine zentrale Rolle. Über eine mobile Techniker-App erfassen Mitarbeitende Checklisten, Fehlerursachen, Einsatzberichte und Hinweise des Kunden. So gelangen Informationen aus Serviceeinsätzen ohne Medienbruch direkt zu den Bereichen, in denen sie für Entscheidungen und Verbesserungen gebraucht werden.
Ergänzend kann Copilot, Microsofts integrierte KI, dabei helfen, Service- und Kundendaten schneller auszuwerten und relevante Zusammenhänge sichtbar zu machen. So lassen sich Trends, wiederkehrende Fehlerbilder und Optimierungspotenziale frühzeitig erkennen.
Fazit: Warum erfolgreiche CRM-Projekte im Service beginnen
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Wenn Unternehmen über Innovationen sprechen, denken viele zunächst an Forschung, Entwicklung oder neue Technologien. Die entscheidenden Impulse entstehen jedoch häufig an anderer Stelle – dort, wo Mitarbeitende täglich mit Kunden in Kontakt stehen.
Customer Service und Field Service erleben unmittelbar, wie Produkte genutzt werden, welche Herausforderungen Kunden beschäftigen und welche Erwartungen an zukünftige Lösungen bestehen. Daraus entsteht Wissen, das für die Weiterentwicklung von Produkten, Services und Geschäftsmodellen von großem Wert ist.
Unternehmen, die dieses Wissen systematisch nutzen, verschaffen sich einen entscheidenden Vorteil. Sie erkennen Kundenanforderungen früher, entwickeln Produkte gezielter weiter und stärken ihre Kundenbeziehungen nachhaltig.
Voraussetzung dafür ist eine gemeinsame Informationsbasis. Moderne CRM-Systeme wie Microsoft Dynamics 365 helfen dabei, Erfahrungen aus dem Kundenalltag in belastbare Entscheidungsgrundlagen für Service, Produktentwicklung und Management zu verwandeln. Wer Service und technischen Außendienst frühzeitig in CRM-Initiativen einbezieht, schafft die Grundlage für ein CRM, das nicht nur Daten verwaltet, sondern Innovationen aktiv unterstützt.
Erfolgreiche CRM-Projekte beginnen deshalb oft dort, wo Unternehmen ihren Kunden am nächsten sind: im Service.
Sie möchten Servicewissen zum Ausgangspunkt für Innovationen machen?
Dann sprechen Sie mit uns darüber, wie sich Customer Service, Field Service und CRM in Ihrem Unternehmen besser verbinden lassen. Gemeinsam prüfen wir, welche Informationen in Ihren Serviceprozessen bereits bestehen – und wie daraus verwertbare Impulse für Produkte, Prozesse und Kundenbeziehungen werden.
FAQs
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Eine Kundenmanagement-Software bündelt Servicewissen und Kundendaten zentral. Sie verknüpft Serviceeinsätze, Wartungsprotokolle, Reklamationen und Kundenanfragen in einem System. Damit wird sichtbar, wie Produkte im Alltag genutzt werden, wo sie an Grenzen stoßen und welche Erwartungen Kundinnen und Kunden an zukünftige Lösungen haben. Im digitalen Kundenservice ermöglicht dies einen schnellen, informierten Blick auf die Situation beim Kunden. Anfragen können gezielter bearbeitet, wiederkehrende Problemursachen erkannt und Serviceleistungen kontinuierlich verbessert werden. So entsteht aus jedem Kontakt ein wertvoller Beitrag für Qualität und Innovation.
Mit einer Customer Service Management Software machen Sie aus einzelnen Servicefällen einen durchgängigen Prozess. Einsätze im Field Service werden strukturiert dokumentiert: von der Analyse vor Ort über verwendete Ersatzteile bis zu Checklisten nach der Reparatur. Diese Informationen stehen dem Customer Service ebenso zur Verfügung wie dem Produktmanagement. Wiederkehrende Fehlerbilder, häufig beanspruchte Komponenten oder typische Einsatzbedingungen werden schneller sichtbar. So können Sie Serviceeinsätze besser priorisieren, Ressourcen gezielter einplanen und auf Basis belastbarer Daten Entscheidungen zur Optimierung von Prozessen, Produkten und Services treffen.
Sinnvoll ist eine Kundenmanagement-Software, die Customer Service und Field Service eng mit Produktmanagement und Entwicklung verbindet. Wichtig ist, dass Servicetechnikerinnen und Servicetechniker Beobachtungen mobil erfassen und direkt im System ablegen können. Die Software sollte Serviceberichte, Checklisten und Kundenhinweise so zusammenführen, dass Muster erkennbar werden: wiederkehrende Defekte, Verbesserungsvorschläge, neue Anforderungen. Wenn diese Erkenntnisse systematisch ausgewertet und in die Weiterentwicklung von Produkten und Services einfließen, wird der Service zum Innovationsmotor und liefert entscheidungsrelevante Impulse für Ihr Unternehmen.